Wildkatzen und Narzissen

written on 10/08/2020
by Konrad Funk


…, dass die Wildkatze das Logo und Wappentier des Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist und eine regionale Verantwortungsart für Rheinland-Pfalz und das Saarland darstellt. Rheinland-Pfalz bildet sogar das größte geschlossene Verbreitungsgebiet in ganz Deutschland.



Als vornehmliche Mäusejägerin bevorzugt die Wildkatze frisch gemähte Wiesen, die in der Pflegezone des Nationalparks auch in Zukunft offen gehalten werden.



Dennoch verlässt sie nicht gerne die Deckung und profitiert vom Strukturreichtum, wie ihn der Nationalpark künftig zu bieten hat: vom Wind umgefallene Fichten bleiben in der Wildniszone liegen. Wurzelteller bleiben aufgerichtet und dienen als Windbremse.



Für die Aufzucht ihrer Jungen benötigt die Wildkatze Höhlen in Bäumen oder in den kluftigen Felsrippen und Blockschutthalden, die es reichlich im Nationalpark gibt. In den Jahren 2017 und 2018 wurde im Nationalpark ein Wildkatzenmonitoring durchgeführt.

Auf 10.000 Hektar Nationalparkfläche konnten im ersten Untersuchungsjahr 99 Individuen, im zweiten Untersuchungsjahr 96 unterschiedliche Individuen als Wildkatze sicher identifiziert werden.



Ebenso wie die Wildkatze ist auch die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus), auch wilde Narzisse genannt, im Nationalpark heimisch. Sie verzaubert die Landschaft und lockt im eher tristen März die Besucher in Scharen zur Narzissenblüte ins Trauntal.



Zwischen Brücken, Abentheur, Einschieder Hof und Börfink kann man die Wildnarzisse bestaunen. Auch in den angrenzenden Teilen des Oberen Naheberglandes kommt sie vor. Ferner als sogenannte „Schwemmlinge“ an der Nahe, wenn Pflanzen oder Samen bei Hochwasser flussabwärts transportiert werden. Darüber hinaus ist die Wilde Narzisse nur noch in Eifel und Hohem Venn heimisch.



Sie kam ursprünglich in frischen Laubwäldern vor, wo sie gelegentlich auch heute noch existiert.


Mehr Infos über den Nationalpark finden Sie hier.